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The Survivors Network of those Abused by Priests

SNAP Press Statement

3.Juni 2010

Betroffene zu Ermittlungen gegen DBK-Chef Zollitsch: Beihilfe zum

Statement von Barbara Blaine, der Präsidentin und Gründerin von SNAP, dem internationalen Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (www.snapnetwork.org):

„Wir begrüßen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf Beihilfe zu sexuellem Missbrauch gegen Erzbischof Zollitsch. Mitwisser und Vertuscher tragen mit Verantwortung dafür, das Kinder und Jugendliche vergewaltigt und missbraucht wurden.“

„Als ehemaliger Personalreferent müsste er informiert gewesen sein, und hätte gegen den nach wie vor in Amt und Würden stehenden pädophilen Priester vorgehen müssen. Dies widersprach aber eine Anweisung des Vatikans solche Fälle intern zu regeln, um Schaden von der Kirche abzuhalten, die erst 2001 vom damaligen Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, verlängert wurde.“

„Auch wenn die Ermittlungen eingestellt werden, zeigt der Fall klar, dass Bischöfe die Opfer nicht ernst nehmen und es als ausreichend empfinden die Verantwortung an einen Orden o.ä. abschieben statt selbst zu handeln.“

„Der Staatsanwaltschaft und den Medien in dem Fall „Sensationslust“ vorzuwerfen zeigt, dass Zollitsch und seine Sprecher noch nicht verstanden haben, was sexualisierte Gewalt für die betroffenen Überlebenden lebenslänglich bedeutet. Da werden die Opfer verhöhnt,“ so SNAP-Präsidentin Blaine.

„Der Täterschutz steht lange vor der Opferhilfe, denn weder erhalten Opfer Soforthilfe noch unterstützen die für Verheimlichung und Vertuschung Verantwortlichen die Selbsthilfe der Betroffenen.“

„Wir hoffen, dass alle Fälle sexualisierter Gewalt und Vertuschungen im Bistum Freiburg aufgedeckt werden und die Verheimlichungen aufhören.“

„Wir würden uns wünschen, dass Erzbischof Zollitsch – im Sinne einer umfassenden Aufklärung - alle kirchlichen Mitarbeiter dienstlich auffordert und anweist mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren.“

„Alle, die irgendetwas wissen über Missbrauchsfälle, sollten die Untersuchung durch weitere Informationen unterstützen und so ihren Pflichten als Christen und Bürger gerecht werden.“

„Wir appellieren an die Opfer zu reden, die Täter zu entlarven, Kinder zu schützen, die Übeltäter anzuzeigen und mit der eigenen Heilung zu beginnen ... aber wir appellieren an sie, vorsichtig zu sein und sich unabhängige Hilfe zu suchen, und KEINE Amtsträger der Kirche anzusprechen. SNAP ermutigt Zeugen oder Mitwissende von Missbrauch durch Priester die Polizei oder Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier zu kontaktieren.“

„Seit Jahrzehnten handeln Amtsträger der Kirche rücksichtslos, gefühllos und täuschend, was dazu führt, dass unzählige Kinder missbraucht werden. Jetzt geht es darum die Wahrheit zu jeglichem Fehlverhalten in der Erzdiözese Freiburg aufzudecken.“

“In diesem Zusammenhang warnt SNAP Betroffene und Opfer vor unbegleiteten Gesprächen mit Amtsträgern der Kirche wie Bischöfen, Äbten oder Personalverantwortlichen. Gewarnt wird auch vor der katholischen Hotline für Opfer sexualisierter Gewalt, da die dort angegebenen Informationen von kirchlichen Stellen zur Warnung von Tätern und zur Unterdrückung von Ermittlungen und Anzeigen missbraucht werden könnten.”

SNAP ist seit 1988 die Stimme der Opfer von sexualisierter Gewalt und Missbrauch
SNAP (Survivors Network of those Abused by Priests) ist das Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (www.snapnetwork.org) und hat 9000 + Mitglieder in den USA und der ganzen Welt.
SNAP ist die größte und aktivste Unterstützungsgruppe von Menschen, die von religiösen Autoritätsfiguren (Priestern, Bischöfen, Diakonen, Nonnen und anderen) verletzt wurden. SNAP ist unabhängig und ist nicht mit der Kirche oder Kirchenautoritäten verbunden. SNAP ist für die Opfer eine Selbsthilfegruppe um einander zu heilen und zu helfen.

SNAP sitzt in Chicago. Bei SNAP vertreten die Opfer von sexuellem Missbrauch die Interessen der Opfer. Barbara Blaine, eine Sozialarbeiterin, ist SNAP-Gründerin und Präsidentin der Organisation.
SNAP kooperiert in Europa mit lokalen Netzwerken wie www.netzwerkB.org in Deutschland oder Österreich und unterstützt die Netzwerkbildung der Überlebenden. Sie können gerne die Kontakt-Email veröffentlichen: SNAPdeutschland@gmail.com

Hintergrund:

(Südkurier) Ermittlungen gegen Erzbischof Zollitsch
Der Vorwurf eines Anzeigeerstatters lautet auf Beihilfe zu sexuellem Missbrauch. Das Ordinariat Freiburg weist die Vorwürfe als „substanzlos“ zurück.
www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Ermittlungen-gegen-Erzbischof-Zollitsch;art372495,4317982

(Süddeutsche) Ermittlungsverfahren gegen Erzbischof Zollitsch
Die Staatsanwaltschaft Freiburg ermittelt gegen Erzbischof Zollitsch wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Bischofskonferenz und Erzdiözese halten die Vorwürfe für unbegründet.
www.sueddeutsche.de/politik/missbrauchsskandal-ermittlungsverfahren-gegen-erzbischof-zollitsch-1.953508


Survivors Network of those Abused by Priests
www.snapnetwork.org
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